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Auf dieser Seite werden einige wiederkehrende Fragen - hoffentlich - beantwortet:Herstellung von Ätzmodellen:Als Basismaterial dienen Bleche aus Neusilber in Stärken von 0,1 bis 0,3 mm, je nach Anforderung an die Stabilität der Modelle. Am häufigsten vertreten sind Modelle aus Blech mit der Stärke 0,15 mm, das einen guten Kompromiss aus Bearbeitbarkeit und Stabilität darstellt. Modelle mit geforderter Tragfähigkeit (Brücken z. B.) sind aus 0,2 oder 0,3 mm Blech erstellt.Die Bleche sind beidseitig mit einem Fotoresist beschichtet. Diese lichtempfindliche Schicht wird (bei positiv arbeitender Schicht) an den von UV-Licht getroffenen Stellen so verändert, dass sie sich mit einem geeigneten Entwickler auswaschen lässt. Diese ausgewaschenen Partien sind im Gegensatz zu den Stellen, die von einer Kopiervorlage geschützt und nicht UV-belichtet wurden, für die später eingesetzte Ätzflüssigkeit zugänglich. Die Kopiervorlage ist passgenau aus zwei Reprofilmen zusammengesetzt, zwischen denen sich das lichtempfindliche Blech befindet. Sind Stellen der Kopiervorlagen auf beiden Seiten lichtdurchlässig, wird das Blech später an diesen Stellen durchgeätzt. Trifft nur auf einer Seite Licht auf, wird beim Ätzvorgang nur etwa bis zur Hälfte der Blechdicke geätzt. Weitere Möglichkeiten - neben dem Durchätzen oder nur bis-zur-Mitte-Ätzen bietet das TwinEtching.Die auf dieser Website gezeigten Modelle entstehen quasi in
Handarbeit und aus reiner Freude an fizzeligen Modellen mit möglichst
feinen Details. Minimale Abweichungen von Exemplaren, die von der
gleichen
Kopiervorlage gefertigt wurden, sind deshalb die Regel. In der Praxis
sind solche Unterschiede von einem Modell zum anderen aber
vernachlässigbar. Siehe auch Reproduzierbarkeit. TwinEtching:Belichtete Stellen einer Blechplatine für Ätzmodelle, die auf beiden Seiten der Kopiervorlage vorhanden sind, werden im Normalfall komplett durchgeätzt, beispielsweise, um ein Modellbauteil bis auf einige dünne Halterungsstege 'auszuschneiden'. Ist eine Stelle nur auf einer Seite der Kopiervorlage unbedeckt und lässt das UV-Licht auf die Fotoschicht treffen, von der anderen Seite jedoch geschützt, so wird beim Ätzvorgang auf dieser Seite etwa bis zur Mitte des Bleches geätzt. Daraus folgt, dass beispielsweisedie Darstellung von Nieten, Linien etc. immer nur einseitig erfolgen kann, da eine beidseitige Aufbringung unweigerlich zu Löchern an diesen Stellen führen würde. Beim TwinEtching dagegen wird nach dem Basis-Ätzvorgang - also alle
Kanten durchätzen, bestimmte Stellen einseitig bis zur Hälfte ätzen -
eine erneute Belichtung durchgeführt, die beidseitig die gleichen
Elemente enthalten kann (wie oben erwähnt, z. B. Nieten-Reihen) und in
einem weiteren Ätzvorgang nur angeätzt wird. So wird zwar die
Darstellung der erwähnten Nieten beidseitig sichtbar, die Stabilität des Bleches
aber nicht geschwächt. Neusilber:Hat mit Silber nichts zu tun, sondern wurde erfunden, um als Silber-Ersatz zu dienen. Neusilber ist eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink mit leicht variierenden Anteilsmengen.Fotoresist:Lichtempfindliche Schicht, die das darunterliegende Material entweder schützt oder – nach einer Belichtung mit entsprechendem Licht – freilegt. Bei den hier angebotenen Ätzmodellen werden ausschließlich industriell beschichtete Bleche eines führenden Herstellers (der vorwiegend auf dem Gebiet der Platinenherstellung für elektronische Schaltungen tätig ist) verwendet. Nach der Belichtung können die vom UV Licht getroffenen Stellen mit einer enstprechend dosierten Lösung aus Natriumhydroxid 'entwickelt' werden und geben die Stellen frei, die später im Ätzbad bearbeitet werden sollen.Kopiervorlage:Die Fotoschicht, die bei den hier gezeigten Modellen zum Einsatz
kommt, hat eine
enorm hohe Auflösung. Theoretisch können bei richtig angepasster
Belichtung feinste Linien positiv oder negativ erzeugt und auch
entwickelt werden. Um die zu belichtenden Stellen absolut scharf von
den zu schützenden Stellen abzugrenzen, bedarf es einer Kopiervorlage
in Form eines Reprofilmes. Dieser besitzt eine hochtransparente und
maßhaltige Unterlage, meist aus glasklarem Polyester und einer
vor dem Entwicklungsvorgang lichtempfindlichen Silberhalogenidschicht
(NICHT zu verwechseln mit dem Fotoresist auf dem Blech!), auf die das
Platinenlayout
mit einem professionellen Laserbelichter (in Satzstudios,
Reprobetrieben)
belichtet und entwickelt wird. Ergebnis ist eine schwarz/weiße
konturenscharfe Darstellung der jeweiligen Modellzeichnung. Die
schwarzen - also lichtundurchlässigen - Stellen eines solchen
Reprofilmes haben eine logarithmische Dichte von mindesten 3.2 und sind
somit auch bei langen Belichtungszeiten lichtundurchlässig. Wenig geeignet als Kopiervorlagen sind Klar- oder Mattfolien ,die
angeboten werden, um sie mit einem Tintenstrahl- oder Laserdrucker mit
der Zeichnung zu versehen, die auf das Blech zu übertragen ist. Solche
Folien haben weder eine gleichmäßige Dichte, um das UV-Licht
zuverlässig von der lichtempfindlichen Schicht fernzuhalten, noch haben
sie eine randscharfe Kontur. Bei etchIT-Modellen werden für die
Produktion ausschließlich hochwertige Reprofilme verwendet. Finishing:So nennt man die individuelle farbliche Gestaltung bzw. Nacharbeit der zusammengebauten Neusilber-Modelle. Je feiner gearbeitet ein Modell ist, desto mehr muss darauf geachtet werden, durch die Bearbeitung mit Farbe gerade diese Feinheiten nicht wieder zu verdecken oder gar zu zerstören. Feine Gitterstrukturen bei Zäunen, Brücken oder Kränen beispielsweise sollte man auf keinen Fall mit einem Pinsel zu bemalen versuchen. Denn dann müsste man die Farbe entweder so dünnflüssig verwenden, dass die Deckfähigkeit leidet, oder dicker angemischte Farbe setzt die winzigen Maschen von Gittern oder Zäunen unweigerlich zu. Damit würde die eigentlich angestrebte Filigranität wieder zunichte gemacht.Folgende Vorgehensweise hat sich beim Testaufbau bewährt:
Airbrush:Der 'Luftpinsel', also die Sprühpistole, ist das beste Mittel, den detailliert gearbeiteten Ätzmodelle den farblichen letzten Schliff zu geben. Beim Airbrush wird die Farbe aus einem Behälter mittels vorbeiströmender Druckluft fein zerstäubt und - bei richtiger Anwendung - zur vollendeten Färbung des Modells genutzt. Leider bedarf es bei der Verwendung dieser Methode einer großen Übung und man sollte dieses Verfahren erst einmal anderweitig als an dem gerade eben mühsam aufgebauten Super-Modell erlernen.ReproduzierbarkeitÄtzmodelle entstehen durch einen dreistufigen Prozess:
Jedes Exemplar wird sich also vom vorhergehenden in Kleinigkeiten unterscheiden. Mal ist ein Gitter mit einer Maschenweite von 0,3 (!!) mm ein wenig dicker in den gebliebenen Stegen, mal etwas schwächer, gelegentlich ist auch einmal ein sehr feines Detail durchbrochen. Das alles sind Schwankungen, die nicht zu vermeiden sind und die man akzeptiert. ZusammenbauDie Schwierigkeitsgrade beim Zusammenbau von etchIT-Modellen reichen von Stufe 1 (sehr leicht) bis Stufe 5 (sehr anspruchsvoll). Der entsprechende Level ist jeweils bei der Artikelbeschreibung vermerkt und soll eine ungefähre Angabe sein, ob Sie das Modell lediglich aus der Platine trennen und lackieren (Fahrräder, Zäune u. a.) oder ob Sie ordentlich Zeit und Fingerspitzengefühl investieren müssen (beispielsweise bei allen Nutzfahrzeugen u. a.). Alle Ätzteile sind vor der Veröffentlichung vielfach aufgebaut und entsprechend optimiert und passen zueinander. Wenn es also nicht beim ersten Versucht klappt mit dem Zusammenbau — einfach kleine Pause einlegen und später funktioniert es — geht uns bei etchIT manchmal auch nicht anders...Will ich haben!
Sollten Sie das eine oder andere Modell für Ihre Anlage interessant finden — hier geht es wieder zum Shop |
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Modell- und Sammlerartikel; Monika Seubert. Alle Rechte vorbehalten.
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